Box-ABC

A wie Ali
Die größte Boxlegende aller Zeiten: Muhammad Ali. Der mehrfache Schwergewichts-Weltmeister aus den USA absolvierte 61 Kämpfe, wovon er 56 gewann.

A wie Aufbaukämpfe
Aufbaukämpfe sind Kämpfe, in denen der Boxer gegen vermeintlich schwächere Gegner seinen Kampfrekord nach oben schrauben kann, ohne dabei ein großes Risiko zu gehen, den Kampf zu verlieren.

B wie Bandagen
Bandagen dienen dem Schutz der Hände und Gelenke des Boxers. Sie werden unter den Boxhandschuhen getragen und bestehen aus Mullbinden.

B wie Bantam
Das Bantamgewicht, eine Gewichtsklasse im Boxen, wurde nach dem Bantamhuhn benannt. Dabei handelt es sich um eine kleinwüchsige Rasse des Haushuhns aus Südostasien.

B wie Box
Kommando des Ringrichters an die Boxer, den Kampf nach einer Unterbrechung wieder aufnehmen.

B wie Break
Kommando des Ringrichters an die Boxer, um den Kampf zu unterbrechen. Dieses Kommando wird genutzt, um sich umklammernde Boxer zu trennen.

C wie Cross
Dabei handelt es sich um einen Konterschlag: Der Boxer duckt sich unter dem Schlag seines Gegners hindurch und versucht oberhalb des Schlagarmes seinen Gegner zu treffen.

C wie Cut
Als Cut bezeichnet man eine offene und blutende Wunde im Gesicht. Dieser kann durch einen Schlag oder auch ein Foul des Gegners entstehen. Eine zu starke Blutung führt zum Abbruch des Kampfes durch den Ringrichter. Profiboxer haben für diese Situationen einen Cut-Man in ihrer Ringecke, welcher sich ausschließlich um den Schutz und die Behandlung von Wunden kümmert.

D wie Distanz
Die Distanz bezeichnet sowohl die Reichweite (Armlänge) eines Boxers wie auch die Kampflänge. Ein 12 Runden Kampf ist ein Kampf über die volle Distanz. 

D wie Doppeldeckung
Deckungs-Haltung eines Boxers, bei der er mit beiden Armen und Fäusten, seinen Kopf und Oberkörper abdeckt, um Treffer des Gegners zu vermeiden.

D wie Doublette
Schnelle einhändige Schlagkombination. Mit Schlag eins versucht der Boxer eine ungedeckte Stelle des gegnerischen Boxers zu treffen, damit er so seine Deckung an einer anderen Stelle aufmacht. Mit dem zweiten, festeren Schlag probiert er dann mit der selben Hand einen härteren Treffer ins Ziel zu bringen.

D wie Draw
Ein Unentschieden bezeichnet man beim Profiboxen als Draw. Ein Kampf wird unentschieden gewertet, wenn zwei von drei oder alle drei Punktrichter den Kampf als Remis gewertet haben.

E wie Ecken
Ein Boxring hat vier Ringecken. Dabei unterscheidet man die rote und die blaue Ecke, in denen sich die Boxer in den Rundenpausen eine Minute lang erholen können. Die beiden anderen Ecken werden als neutrale Ecke bezeichnet.

F wie Finte
Als Finte bezeichnet man einen angetäuschten Schlag, um die Deckung des Gegners zu verlagern und dann an anderer, ungedeckter Stelle einen Treffer zu setzen.

F wie Fallobst
Als Fallobst versteht man Boxer, die ihre beste Zeit schon hinter sich haben oder nie wirklich gut waren. Ihre Siegchancen sind gleich null. Ihre Kampfbilanz weist viele Niederlagen auf.

G wie Gerade
Die Gerade ist ein Schlag, bei dem aus festem Stand heraus der Arm so gestreckt wird, dass Oberarm, Unterarm und Handrücken eine Gerade bilden. Der Arm dreht sich dabei um 90°.

G wie Gewicht machen
Unter „Gewicht machen“ versteht man das Erreichen des Gewichtslimits. Erreicht der Boxer beim Wiegen vor dem Kampf nicht das vorgeschrieben Gewichtslimit, so hat er noch einmal die Chance das Übergewicht in einem bestimmten Zeitraum abzutrainieren. Sollte er das Gewichtslimit nicht erreichen, so wird ihm bei einem Sieg der Titel nicht zugesprochen.

G wie Gym
Als Gym werden die Trainingsräumlichkeiten der Boxer bezeichnet.

H wie Halbdistanz
Boxer stehen dabei halb so weit auseinander, wie es ihre eigentliche Reichweite zulassen würde. Daraus entstehen recht häufig Aktionen im so genannten Infight.

H wie Haken
Der Haken bezeichnet einen Schlag im 90 Grad Winkel. Er ist der in der Halbdistanz am häufigsten verwendete Schlag mit einer gewaltigen Schlagkraft.

H wie Handschuhe
Die Handschuhe sind im Boxsport das Werkzeug eines jeden Boxers. Durch die Polsterung im Handschuh schützen sie vor schweren Verletzungen.

J wie Jab
Ein Jab ist meist der Schlag zur Vorbereitung eines anderen Schlages, welcher mit der Führhand ausgeführt wird. Der Gegner wird mit gestrecktem Arm auf Distanz gehalten und beschäftigt, damit er nicht zur Gelegenheit kommt.

K wie K.o. - Knockout
Bei einem K.o. geht der Gegner zu Boden und kann nach der vorgeschriebenen Zeit nicht mehr den Kampf aufnehmen.

K wie Konter
Der Konter ist ein starker Schlag der auf einen gegnerischen Schlag folgt.

L wie Linksauslage
Die Linksauslage wird auch als Normalauslage bezeichnet. Hierbei steht das linke Bein und die linke Hand näher zum Gegner. Es handelt sich in diesem Fall bei dem Boxer um einen Rechtshänder.

L wie Lucky Punch
Von einem Lucky Punch spricht man, wenn ein Boxer vom Kontrahenten nach Punkten dominiert wird, jedoch dann mit einem glücklichen Schlag den Kampf mit einem K.o. entscheiden kann.

M wie Manager
Manager sind die Personen, die sich als rechtsgeschäftlicher Vertreter der Sportler mit den geschäftlichen Belangen des Boxsports befassen um den Sportler den Rücken frei zu halten. Sie handeln die Verträge aus und sind vor allem für den wirtschaftlichen Erfolg des Boxers verantwortlich.

M wie Matchmaker
Der Matchmaker stellt attraktive Kampfpaarungen zusammen und sorgt interessante Gegner. Er ist ein Bindeglied zwischen den Managern und Promotern und bahnt die Kampfverträge an.

M wie Majority Decision
Bei einer Majority Decision hat der Boxer den Kampf per Punktsieg entschieden, wobei zwei von den drei Ringrichtern ihn als Sieger gewertet haben, jedoch der dritte Kampfrichter den Kampf als unentschieden sieht.

N wie Nummerngirls
Als Nummerngirl wird die weibliche Person bezeichnet, die zwischen den Runden den Ring betritt und meist leicht bekleidet ein Schild mit der Nummer der folgenden Runde hochhält.

P wie Punch
Als Punch bezeichnet man beim Boxen einen besonders harten Faustschlag.

P wie Punktrichter
In der Regel (Ausnahme: Kleinringveranstaltungen) gibt es drei Punktrichter bei einem Boxkampf. Die Punktrichter werten den Kampf und entscheiden über den Ausgang. Der Gewinner einer Runde erhält zehn Punkte, der Verlierer neun Punkte. Punktabzüge können bei Verwarnungen oder Niederschlägen erteilt werden. Ausschlaggebend ist die Trefferzahl pro  Runde genauso wie die Schlaghärte und die Aggressivität der Boxer. Nach Ende des Kampfes werden die Punktzettel addiert und das offizielle Urteil verkündet.

P wie Promoter
Der Promoter ist der Veranstalter des Kampfabends. Er setzt Kampfpaarungen an und verhandelt TV-Verträge. Sauerland Event und Universum Box-Promotion sind in Deutschland die bekanntesten Promoter.

R wie Rechtsauslage
Die Rechtsauslage ist die normale Kampfstellung der Linkshänder. Das rechte Bein und die rechte Hand sind vorne. Rechtsausleger sind für Normalausleger in der Regel sehr schwierig zu boxen, da der Rechtsausleger seitenverkehrt agiert. Der Rechtsausleger nutzt die rechte Hand als Führhand und die linke Hand als Schlaghand.

R wie  R S C (Referee Stops Contest)
Beim RSC bricht der Ringrichter den Kampf wegen einer Verletzung oder sportlicher Unterlegenheit eines Boxers ab.

S wie Sandsack
Der Sandsack ist ein vielseitig verwendbares Trainingsgerät, an dem vorwiegend die  Schlagkraft trainiert wird. Neben der Schlagkraft werden Schlagkombinationen und -serien sowie Ausdauer am Sandsack trainiert.

S wie Schattenboxen
Schattenboxen ist Teil des täglichen Trainings eines Boxers. Dabei agiert der Boxer ohne Gegner. Der Boxer bewegt sich dabei schnell auf den Beinen und setzt verschiedene Angriffs- und Verteidigungssituationen in die Tat um.

S wie SD - Split Decision
Split Decision ist ein Punktsieg, bei dem einer von drei Punktrichtern am Ende des Kampfes einen anderen Boxer als Sieger vorne sieht. Zwei Punktrichter haben dabei den gleichen Boxer als Gewinner auf dem Zettel. Dabei wird dem 2:1-Sieger dann aber dennoch der Sieg zugesprochen.

S wie Sparringspartner
Als Sparringspartner bezeichnet man Boxer, die vor allem als Trainingspartner für Profis dienen. Hier unterscheidet man junge, noch aufstrebende Boxer und alte Profiboxer, die nicht mehr zur Weltspitze zählen oder aktuell keine Kämpfe bestreiten.

S wie Stop
Unter „Stop“ versteht man das Kommando des Ringrichters, um den Kampf zu unterbrechen. Damit wird in der Regel das Klammern unterbunden. Beim Kommando "Box" dürfen die Boxer dann weiterkämpfen.

S wie Super-Champion
Ein Boxer, der Weltmeister des Verbandes WBA und auch noch Titelträger eines anderen bedeutenden Welverbandes ist (WBC, IBF, WBO) wird automatisch von der World Boxing Association zum Super-Champion gekürt. Dadurch wird der WBA-Titel vakant und kann neu ausgeboxt werden. Der Super-Champion verteidigt bei seinen Titelkämpfen trotzdem auch die WBA-Weltmeisterschaft.

T wie TKO - technischer K.o.
Ein technischer K.o. liegt dann vor, wenn aus Sicht des Ringrichters ein Boxer körperlich kampfunfähig ist. Dabei muss er nicht unbedingt am Boden liegen. Dies dient der Gesundheit des unterlegenen Boxers.

U wie Uppercut
Ein Uppercut ist ein Aufwärtshaken. Wird dieser mit der richtigen Körperdrehung kombiniert, entsteht eine enorme Schlagkraft.

U wie UD - Unanimous Decision
Unanimous Decision ist ein einstimmiger Punktsieg.

V wie Verbände
Bedeutende internationale Verbände im Männer-Boxsport, die Weltmeistertitel vergeben:

IBF
International Boxing Federation

WBA
World Boxing Association

WBC
World Boxing Council

WBO
World Boxing Organization

Bedeutende internationale Verbände im Frauen-Boxsport, die Weltmeistertitel vergeben:

IBF
International Boxing Federation

WIBF
Woman´s International Boxing Federation

WBA
World Boxing Association

WBC
World Boxing Council

WBO
World Boxing Organization

W wie Weltmeistergürtel
Jeder Boxverband hat eigene WM-Gürtel. In der Mitte des Gürtels ist das Emblem des  Weltverbandes angebracht. Der Gürtel an sich ist aus Leder und edel eingefasst.

Z wie Zeitnahme
Eine Runde dauert beim Profiboxen zwei (Frauen) bzw. drei Minuten (Männer) und wird von einer einminütigen Pause unterbrochen, die die Boxer in Ihrer Ecke bei ihrem Team verbringen. WM-Kämpfe gehen über zehn (Frauen) bzw. zwölf (Männer) Runden. Aufbaukämpfe können auch auf nur vier Runden angesetzt werden.